Die Herstellung von Biokraftstoffen in Europa beeinflusst die Versorgung mit Eiweißfuttermitteln positiv. Regionale Stoffkreisläufe werden unterstützt. 
 
Die im Produktionsprozess für Biodiesel eingesetzten Rapsmengen werden zu 60 Prozent zu Rapsschrot, der 40-prozentige Pflanzenölanteil wird zu Kraftstoff umgearbeitet. Rapsschrot gehöre derzeit zu den wichtigsten verfügbaren Eiweißquellen aus Europa, unterstreicht der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB), Berlin, in einer Mitteilung an die Presse.

Auch bei der Herstellung von Bioethanol fallen große Mengen Eiweißfuttermittel an. So würden aus dem zur Ethanolproduktion verwendeten Getreide zu rund 40 Prozent Futtermittel gewonnen.
 
„Die Erzeugung von Biodiesel und Bioethanol dürfe nicht isoliert betrachtet werden", so VDB-Geschäftsführer Elmar Baumann. Vielmehr liefere sie gleichzeitig maßgebliche Mengen an Futtermitteln für die Aufzucht von Tieren. Dies sei eine großartige Leistung der Branche an der Schnittstelle zwischen Energie- und Landwirtschaft.

Durch die zunehmende Biodieselherstellung habe sich Anteil von Rapsschrot in der europäischen Eiweißfutterversorgung von 13 Prozent im Jahr 2000 auf jetzt 24 Prozent erhöht, so der VDB. Rapsschrot könne Sojaeiweiß zu großen Teilen oder sogar ganz ersetzen. Dies ermögliche den Ersatz von importierten Sojamengen.

„Es ist absurd, dass den europäischen Biodieselproduzenten vorgeworfen wird, sie trügen zur Regenwaldrodung bei, denn genau das Gegenteil ist der Fall", so Baumann. (jst)
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