1

Die Höhe der Nutzkosten sowie die praxisfernen Vergabebedingungen lassen nach Auffassung von Bioland-Vertretern die Handelsunternehmen und Lebensmittelverarbeiter vor einer Nutzung des Ökoprüfzeichens zurückschrecken. Die Ökoprüfzeichen GmbH sowie deren Gesellschafter CMA und AGÖL müssten die Voraussetzungen für das einheitliche Zeichen schaffen, fordert der Bioland-Bundesverband in einer Pressemitteilung. Von dem einheitlichen Ökoprüfzeichen erhofft sich der Verband einen Vertrauenszuwachs bei den Verbrauchern. Damit das Zeichen seine Funktion am Markt erfüllen kann, muss nach Auffassung der Bioland-Vertreter die EU-Ökoverordnung als gesetzlicher Maßstab einer Zeichenvergabe zu Grunde gelegt werden. Gleichzeitig müssten die Kosten für die Zeichennutzung möglichst gering sein. Das derzeit vorgesehene Kostenniveau von einem Prozent des Nettoverkaufspreises sei für den Handel nicht tragbar und würde letztendlich mittels Reduzierung der Erzeugerpreise auf die Biobetriebe abgewälzt. (ED)
stats