1

Die Biomasseverordnung ist gestern in Kraft getreten. Damit seien beste Voraussetzungen für einen verstärkten Ausbau der Stromgewinnung aus Biomasse geschaffen worden, stellt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BML), Bonn, fest. Die neue Verordnung erging auf der Grundlage des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) vom März dieses Jahres. Im EEG ist die Einspeisevergütung für Strom aus Biomasse deutlich verbessert worden. Von ursprünglich 14,3 Pfennigen je Kilowattstunde ist sie auf 17 bis 20 Pf/kWh - abhängig von der Anlagenleistung - angehoben worden.

Mit der neuen Biomasseverordnung seien auch für die Begünstigung von tierischer Biomasse und Altholz akzeptable Lösungen gefunden. Strom aus tierischen Stoffen wird grundsätzlich begünstigt. Von einer Vergütung nach dem EEG ausgeschlossen bleibt elektrischer Strom, der aus tierischer Biomasse gewonnen wurde, für die nach dem Tierkörperbeseitigungsgesetz die Behandlung in Tierkörperbeseitigungsanstalten vorgeschrieben ist. Durch die Biomasseverordnung werde die verstärkte energetische Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen angestoßen und ein Investitionsstau in Milliardenhöhe aufgelöst, so das BML weiter. Sie sei ein wichtiger Schritt zu mehr Klima- und Umweltschutz und eröffne Landwirten, Arbeitnehmern und Unternehmern im ländlichen Raum neue Produktions-, Absatz- und Einkommensmöglichkeiten. (ED)
stats