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Betrügern, die konventionelle Milch teuer als Biomilch verkaufen könnte bald das Handwerk gelegt werden. Wissenschaftler des Max-Rubner-Instituts in Kiel haben ein Testverfahren entwickelt, mit dem Biomilch anhand bestimmter Inhaltsstoffe deutlich von konventionell erzeugter Milch unterschieden werden kann, berichtet der AID-Infodienst. Denn konventionell erzeugte Milch weist einen höheren Gehalt an dem stabilen Kohlenstoff-Isotop C13 auf, weil die Kühe überwiegend mit Silomais gefüttert würden, der besonders viele dieser Isotope enthält. Bio-Kühe dagegen fressen vorwiegend Gras und Heu, die einen deutlich geringeren Isotopengehalt aufweisen, so die Wissenschaftler. Darüber hinaus weise Bio-Milch auch einen höheren Gehalt an einer bestimmten Linolensäure auf. Das Testverfahren muss nun noch für die Anwendung in der Praxis umgesetzt werden. (AW)
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