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Einen Umsatzanstieg, allerdings verbunden mit negativen Ergebniszahlen, meldet die Biopetrol Industries AG, Zug/Schweiz, nach Beendigung des 2. Quartals 2008. Das Unternehmen begründet den Druck auf die Marge mit steigenden Preisen für die Rohstoffe Raps- und Sojaöl, hoch subventionierten Biodiesel-Importen aus Übersee (B99) sowie der Steuerlast von 0,15 €/Liter. Auf der anderen Seite konnte das Unternehmen im 2. Quartal nach eigenen Angaben das internationale Handelsgeschäft mit Biodiesel und Biodieselkomponenten über die Seehäfen Rotterdam und Rostock verstärken. Entsprechend weist Biopetrol für das gesamte 1. Halbjahr 2008 einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 51 Prozent auf 140 Mio. € aus. Als Mengenumsatz berichtet das Unternehmen von Verkäufen im 1. Halbjahr dieses Jahres von rund 138.000 t (1. Halbjahr 2007: 118.000 t) Biodiesel.

Die Verluste beziffert Biopetrol für das 1. Halbjahr 2008 mit einem EBITDA von rund minus 1,6 Mio. € und einem EBIT von rund minus 3,2 Mio. €. Beide Kennzahlen waren im Vorjahreszeitraum positiv gewesen. Allerdings hat das Unternehmen im 2. Quartal die Verluste abgebaut, da EBITDA und EBIT zum Ende des 1. Quartals 2008 deutlich tiefer in den roten Zahlen angesiedelt waren. Das Unternehmen erwartet, künftig in einem weiterhin sehr schwierigen Geschäftsumfeld besser abzuschneiden als die Konkurrenzunternehmen. Außerdem hofft es auf eine Entspannung im Rohstoffsektor durch die guten Ernten bei Ölpflanzen sowie eine nachlassende Spekulation am Rohstoffmarkt. (ED)

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