Nach Angaben der Betreiber, dem italienischen Joint Venture Beta Renewables SpA und dem dänischen Unternehmen Novozymes A/S, handelt es sich um die weltweit größte Betriebsstätte zur Gewinnung von Biokraftstoffen der zweiten Generation.

Die erste Generation der Biokraftstoffe kommt aufgrund der Teller-Tank-Diskussion immer mehr in Bedrängnis. In Crescentino , einem Ort in der Region Piemont sollen auf zirka 15 ha Land jährlich 75 Mio. Liter Ethanol erzeugt werden; und zwar aus den Rohstoffen Weizen- und Reisstroh, aus Blättern und der Energiepflanze Pfahlrohr.

Die Forschung für die Raffinerie hat neun Jahre gedauert. Der CEO von Novozymes, Peder Holk Nielsen lobt, mit dieser Anlage sei man bei der Gewinnung von Ethanol aus Zellulose einen großen Schritt weiter gekommen. Nun müsse die Politik klare Signale geben, damit die Produktion von Biokraftstoffen der zweiten Generation ausgebaut werden könne: insbesondere stabile und vorhersehbare Beimischungsanteile für Benzin, Anreize zur Sammlung agrarischer Reststoffe sowie Investitionsförderung.

Der Biosprit könne in einer wirtschaftlich interessanten Größenordnung erzeugt werden, heißt es in einer Mitteilung der Unternehmen. Laut der italienischen Presse hat die Anlage rund 150 Mio. € gekostet. (hed)
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