Die globale Weizenfläche werde in der nächsten Dekade nur geringfügig zunehmen. Die Sojaflächen hingegen könnten weiter wachsen, um die steigende Nachfrage nach Tierfutter und pflanzlichen Ölen zu befriedigen. Auch für Fleisch- und Milchprodukte soll die Erzeugung auf Grund größerer Herden und einem höheren Output pro Tier zunehmen, wobei es große Unterschiede zwischen den Erzeugerländern gibt. Die Geflügelproduktion wird dabei gut die Hälfte des Wachstums bestreiten, heißt es in dem Bericht weiter. Die Milcherzeugung werde vor allem in Indien und Pakistan ausgedehnt werden.



Auch mit Blick auf die Preisentwicklung für Agrarprodukte ist die Prognose nicht gerade sehr optimistisch. Die Preise für Getreide, Fleisch- und Milchprodukte werden auf Grund einer reichlichen Produktion weiter sinken, erwartet die OECD. Ölsaaten, pflanzliche Öle und Rohzucker haben dagegen 2016 wieder einen leichten Aufschwung verzeichnet und werden voruassichtlich auf diesem Niveau bleiben. Die Preise für Agrarprodukte bleiben aber auch in der kommenden Dekade volatil.

Die globale Nachfrage nach Agrarprodukten wird laut dem Bericht im Vergleich zur vorigen Dekade abnehmen, da Haupttreiber der Nachfrage wie China und der Biokraftstoffsektor fehlen. Chinas Hunger nach Fleisch- und Fischprodukten hat beispielsweise die Futtermittelnachfrage in der vergangenen Dekade jährlich um 6 Prozent beflügelt, der Biokraftstoffsektor um fast 8 Prozent pro Jahr. Bislang fehlen nach Ansicht der OECD und der FAO zurzeit solche Treiber, die die Märkte unterstützen könnten. (AW)

 
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