Die Anbaufläche für Mais ist in allen Ländern Europas leicht zurückgegangen. Das bestätigten die Teilnehmer des diesjährigen European Maize Meeting in Dublin. Wie das Deutsche Maiskomitee (DMK) berichtet, werden als Ursache die gut gefüllten Silolager durch die gute Ernte 2014 sowie die sinkenden Preise für Körnermais genannt.

Eine Reihe von Blattkrankheiten in Mais insbesondere die Augenfleckenkrankheit (Kabatiella zeae), Turcicum-Blattdürre (Helminthosporium spp.) und Maisrost (Puccinia sorghi) kommen europaweit vor, stellten die Maisexperten aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien und dem Vereinigten Königreich bei ihrem Treffen fest. Dabei ist die Auftrittswahrscheinlichkeit in Nordeuropa aufgrund des vorherrschenden Klimas mit hohen Niederschlägen und mittleren Temperaturen generell höher als in Südeuropa. Einig waren sich die Experten darin, dass in erster Linie die Möglichkeiten des integrierten Pflanzenschutzes genutzt werden sollten.

Neben den ackerbaulichen Bekämpfungsmaßnahmen wie Bodenbearbeitung, Fruchtfolge und Sortenwahl wird der Einsatz von Fungiziden in allen Ländern unterschiedlich geregelt. Während die Landwirte in Deutschland und Frankreich erst nach einem Warndienstaufruf oder bei einem akutem Krankheitsauftreten entsprechende Mittel einsetzen dürfen, ist der Einsatz in Dänemark, Irland und dem Vereinigten Königreich jederzeit erlaubt. Anfällige Sorten können auch vorbeugend behandelt werden. (az)
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