Blühende Landschaften sind leicht zu erzeugen


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Landwirte haben in Zukunft eine wachsende gesellschaftliche Verantwortung. Um ihr gerecht zu werden zu können, brauchen sie die Anerkennung der Gesellschaft. Deswegen wirbt Prof. Jürgen Rimpau, praktischer Landwirt und Vorstandsmitglied der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, Frankfurt am Main, dafür, Bürger und Verbraucher als Verbündete bei der Gestaltung der Zukunft zu gewinnen. Rimpau nannte bei bei der Vorpressekonferenz zu den DLG-Feldtagen in der vergangenen Woche in Kassel Beispiele, wie Landwirte etwas für ihr Image tun können. So sei es sinnvoll, den Abstandsregelungen beim Pflanzenschutz durch Blühstreifen gerecht zu werden. "Blühende Landschaften" an Radwegen oder Gewässern seien einfach zu produzieren und würden bei den Bürgern Sympathie erzeugen. Als finanzieller Ausgleich für die Stilllegung der Produktion könnten entsprechende Programme der Bundesländer in Anspruch genommen werden.

Nach Rimpaus Ansicht sollten sich Landwirte auch nicht gegen Dokumentationspflichten - Reizwort: "Gläserner Landwirt" - sträuben. Rimpau dazu: "Mag es doch gläsern werden, wir haben doch nichts zu verbergen." Das gelte auch für die Anforderungen, die künftig im Rahmen der Cross-Compliance oder der neuen Düngeverordnung zu erfüllen seien. Wehren sollten sich Landwirte seiner Meinung nach aber durchaus gegen administrative Eingriffe, wie sie beispielsweise eine Stickstoffsteuer darstellen würde. Rimpau machte sich insgesamt stark für eine "wissensbasierte Pflanzenproduktion", wie sie auch in diesem Jahr bei den DLG-Feldtagen demonstriert würde. (db)

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