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Auf insgesamt 1.500 km Länge wird es an niedersächsischen Feldrändern im kommenden Jahr bunt blühen. Im Rahmen des niedersächsischen Agrar-Umweltprogramms (NAU) werden die Landwirte nach Angaben des Landvolks Niedersachsen bis zu 25 Meter breite Blühstreifen an den Feldrändern anlegen. Nach einem sehr erfolgreichen Pilotprojekt im Landkreis Wolfenbüttel im vergangenen Jahr ist das Blühstreifenprogramm nun erstmals landesweit angeboten worden und bei den Landwirtem sehr gut angekommen. Insgesamt 723 Anträge zur Anlage von Blühstreifen sind bei den Ämtern für Agrarstruktur gestellt und bewilligt worden. Das entspricht einer Fläche von 3.810 ha. Die Streifen werden ab dem kommenden Frühjahr fünf Jahre lang alljährlich mit einer vorgeschriebenen Mischung aus Blühpflanzen statt der landwirtschaftlichen Kulturen eingesät, dafür erhalten die Bauern einen finanziellen Ausgleich. Besonders groß war nach Angaben des Landvolks die Resonanz im Gebiet der Landwirtschaftskammer Hannover und hier vor allem in Regionen mit geringeren Bodenqualitäten. Weniger groß war das Interesse auf den ertragreichen Zuckerrübenstandorten sowie im Weser-Ems-Gebiet, wo die Veredelungsbetriebe einen großen Flächenbedarf haben. (ED)
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