Zum Schutz der Rapsbestände rät der Rapool-Ring Erzeugern zur Blütenbehandlung. Die Nebenwirkungen von Wachstumsreglern und Fungiziden könnten ebenfalls nützlich sein. Die letzte ähnlich schwere Botrytis-Infektion wie in diesem Jahr haben Rapsfelder 1985/86 erlitten, erinnert sich der Pflanzenschutzexperte Dr. Johann Frahm, Emsdetten. Die damals eingesetzten Fungizide hatten keine eindeutige Wirkung und eine Besiedelung in Frostrissen fand trotzdem statt, berichtet der Rapool-Ring GmbH, Isernhagen.

Die aktuelle Situation schätzt Frahm sehr kritisch ein: „Da das hohe Infektionspotenzial auf den infizierten Pflanzen beziehungsweise  Blättern erhalten bleibt, ist ständig mit einem hohen Infektionsdruck zu rechnen. Pflanzen, die Wunden aufweisen und an denen ab der Blüte Blütenblätter haften, können also stärker als in anderen Jahren infiziert werden." Als praktikabelste Maßnahme rät der Pflanzenschutzexperte, eine Blütenbehandlung durchzuführen und die Nebenwirkungen des Wachstumsregler- sowie Fungizideinsatzes gegen Botrytis zu nutzen. (az)
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