Börse in Chicago bekommt Konkurrenz


Die Intercontinental Exchange (ICE) in Atlanta bietet ab Mai Futures auf Weizen, Mais und Soja. Bislang ist die ICE im Agrarsektor bekannt für ihren Zucker- und Canola-Terminhandel. Am Donnerstag hat die ICE bekannt gegeben, dass sie ab dem 14. Mai den Futures-Handel mit Weizen, Mais, Sojabohnen, Sojaschrot und Sojaöl jeweils in US-Qualität aufnehmen wird. Bislang bietet die ICE im Agrarsektor Kontrakte auf Zucker, Baumwolle, Kaffee, Kakao und Orangensaft sowie speziell in Kanada für Weizen, Gerste und Canola-Raps. Die kanadischen Futures gehören seit 2007 mit der Übernahme der kanadischen Winnipeg Commodity Exchange (WCE) zum ICE-Angebot.

Die neuen Produkte sollen nach Angaben der ICE ausschließlich elektronisch gehandelt werden. Die Kontrakte werden täglich im Cash-Settlement abgerechnet. Dazu wird der Preis der Chicagoer Börse CBoT zugrunde gelegt. Auch die Kontraktgrößen sind die gleichen wie in Chicago. Dort ist zurzeit allerdings neben dem elektronischen Handel noch der Parketthandel möglich. Die Chicagoer Börse CBoT, die zur CME-Gruppe gehört, ist die älteste und umsatzstärkste Agrarterminbörse der Welt. Mais und Weizen sind in Chicago seit 1877 im Handel, Sojabohnen seit 1936. (db)
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