Landhandel

Börsensteuer belastet Mittelstand


Alle internationalen Organisationen erwarten im Sommer deutlich höhere Erntemengen als vor einem Jahr. Weil die Pflanzen gut durch den Winter gekommen seien, könne man zurzeit auch in der EU und in Deutschland mit höheren Erträgen rechnen, schätzt Konrad Weiterer, Vorsitzender des Getreideausschusses im Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA). Sollten sich die aktuellen Prognosen bestätigen, müssten sich die Landwirte im Sommer auf niedrigere Erzeugerpreise als im Vorjahr einrichten, sagte Weiterer heute bei einer Veranstaltung in Berlin.

Nach wie vor kritisch beurteilt der BVA die geplante Transaktionssteuer. Denn die Akteure auf den Agrarmärkten seien auf die Börsen angewiesen, um ihre Risiken absichern zu können, betonte BVA-Präsident Bruno Fehse. Die geplante Transaktionssteuer für Warentermingeschäfte von 0,01 Prozent sei für die Landhändler, Mühlen und Mischfutterhersteller eine zusätzliche Belastung. Für ein mittelständisches Landhandelsunternehmen summiere sich der klein erscheinende prozentuale Betrag im Jahr auf rund 30.000 Euro, kalkuliert Weiterer. (db)
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