Bonde will Risikoausgleich


Vor dem Landtag in Baden-Württemberg spricht sich Agrarminister Alexander Bonde (Bündnis90/Die Grünen) für eine Risikovorsorge in der Landwirtschaft aus. Er leitet in der kommenden Woche die Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern. Bonde plädierte in Stuttgart für die Einführung einer steuerlichen Risikoausgleichsrücklage für landwirtschaftliche Betriebe. Der Minister beruft sich auf die großen Auswinterungsschäden in diesem Jahr. Die Rücklage solle solchen besonderen Risiken in der Landwirtschaft Rechnung tragen. Durch eine steuerliche Risikoausgleichsrücklage könnten Bauern in guten Jahren einen Teil ihrer Einnahmen unversteuert für schlechte Jahre zurücklegen. Dies ist bislang nicht möglich. Damit würden die Auswirkungen von Preisschwankungen begrenzt, betonte Bonde.

Am kommenden Mittwoch treffen sich die Staatssekretäre und Agrarminister mit Bundesagrarministerin Ilse Aigner zu ihrer Frühjahrskonferenz in Konstanz. Bonde führt in diesem Jahr den Vorsitz. Die hohen Auswinterungen und die damit verbundenen Umbruchkosten für die Landwirtschaft werden ein Tagesordnungspunkt bei dem Treffen sein. Seit vielen Jahren fordert der Deutsche Bauernverband (DBV) eine steuerfreie Risikovorsorge für Landwirte. Bisher hatte vor allem das Bundesfinanzministerium dieses Vorhaben, welches auch bei Aigner auf Zustimmung stößt, abgelehnt. (da)
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