Bonn./AgE - Neue Rinderbeihilfe soll über die Tierseuchenkasse laufen


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Die neue Einkommensbeihilfe zum Ausgleich der Verluste durch die Rinderseuche BSE soll in Deutschland aller Voraussicht nach wieder über die Tierseuchenkasse ausgezahlt werden. Das zeichnete sich in der vergangenen Woche nach Vorgesprächen zwischen dem BME, den Bundesländern und Berufsverbänden ab. Während Bundeslandwirtschaftsminister Jochen Borchert verlangt hatte, die Beihilfe dieses Mal auf Bullenmäster und Mutterkuhhalter zu konzentrieren, wollen die Länder den Verwaltungsaufwand möglichst gering halten und bevorzugen deshalb das gleiche Verfahren wie im Sommer, als auch die Milchkühe in die Förderung einbezogen worden waren. Würde der gleiche Modus wie bei der ersten Beihilfetranche zugrundegelegt, errechnet sich pro Rind ein durchschnittlicher Betrag von etwa 12,40 DM. Insgesamt umfaßt die EU-Beihilfe 500 Mio Ecu (962 DM). Die Verteilung der Beihilfe richtet sich nach dem Umfang der Rinderbestände in den EU-Ländern. Für Deutschland errechnet sich nach diesem Schlüssel ein Betrag von 98,33 Mio. ECU (189 Mio. DM), Frankreich kann als größter Begünstigter mit 117,01 Mio. ECU (225 Mio. DM) rechnen.
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