Jahresbericht

Borealis schlägt sich wacker


Borealis steigerte im vergangenen Jahr den Nettogewinn um 35 Prozent auf 571 Mio. €. Der Umsatz legte um 2,8 Prozent auf 8,3 Mrd. €. Für das laufende Geschäftsjahr ist das Unternehmen wenig optimistisch. Der Gewinn in diesem Jahr wird schwächer als das Vorjahr ausfallen, da der Ölpreis im Januar 2015 um die Hälfte niedriger notiert als vor einem Jahr, begründet Borealis-CEO Mark Garrett seine Prognose. Derzeit kostet ein Fass Rohöl der Nordsee-Sorte Brent rund 62 US-$.

Niedriger Rohölpreis belastet

„Dieses Jahr erwarten wir eine negative Preisentwicklung vor allem bei Kunststoffen, hauptsächlich wegen des Ölpreises, führte Garrett aus. Anders als im Krisenjahr 2009 sei die Nachfrage von Borealis-Produkten jedoch noch gut. Borealis ist zu 64 Prozent im Eigentum der International Petroleum Investment Company sowie zu 36 dem Energieunternehmen OMV. Das Erweiterungsprojekt "Borouge 3" in Abu Dhabi laufe mit vier der insgesamt sechs Anlagen und dürfte den Gewinn positiv beeinflussen, so Garrett. „Aber bei den niedrigen Preisen hat Borouge nicht die gleiche Rentabilität wie im vergangenen Jahr.“ Belastend wirken sich für das Unternehmen, auch die Steuernachzahlungen in Finnland über 282 Mio. € aus. Sie dürften den Konzern noch länger beschäftigen, glaubt der CEO. Rückstellungen wurden keine gebildet.

Produktionsausfälle in Frankreich

Auch das Düngemittelgeschäft läuft nicht rund. Borealis hat Produktionsanlagen in Linz sowie in Frankreich. An den drei französischen Standorten in Ottmarsheim, Grandpuits und Gran-Quevilly wurden umfangreiche Generalsanierungen vorgenommen. Daraus resultierten lange Standzeiten und Produktionsausfälle. Die Düngemittelsparte firmiert unter Borealis L.A.T GmbH, früher bekannt als Linzer Ware. (da)
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