Landtechnik

Branche zurück auf Wachstumspfad

Mit einem Umsatzplus im 1. Halbjahr 2017 von 7 Prozent auf rund 4,5 Mrd. € melden sich die hiesigen Landmaschinen- und Traktorenhersteller nach drei Jahren der Rezession eindrucksvoll zurück, berichtet der VDMA Landtechnik in Frankfurt a.M. „Der Branchenumsatz kennt seit Jahresbeginn nur eine Richtung: steil nach oben", sagt VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer. Dabei hätten sich die Auftragseingänge im In- und Ausland gleichermaßen gut entwickelt.

Als ‚Speerspitze‘ des Aufschwungs erweist sich vor allem der deutsche Markt. Die Umsätze aus Geschäften mit den hiesigen Vertriebspartnern sind in den ersten beiden Quartalen um 8 Prozent auf 1,2 Mrd. € gestiegen. „Steigende Milchpreise und ein schwacher Euro spielen unserer Industrie seit Januar in die Karten", betont Scherer. Dass sich die große Dynamik der 1. Jahreshälfte derzeit etwas abschwächt, habe mit den mäßigen Ernteaussichten zu tun, die für Mittel- und Südeuropa in den kommenden Wochen erwartet werde.

Verhaltener Optimismus sei auch aus Frankreich zu vernehmen. Der traditionell größte Ausfuhrmarkt für Landmaschinen und Traktoren aus Deutschland ist noch immer nicht so richtig auf die Gewinnerstraße zurückgekehrt. „Wir prognostizieren für dieses Jahr ein Ergebnis, das zwar keinen Jubel auslösen, aber durchaus stabilisierend wirken dürfte", sagt Scherer. Dagegen setzten Russland und die Ukraine ihren im Vorjahr begonnen Höhenflug fort. „In Russland läuft es derzeit blendend", analysiert Scherer. Noch höher, nämlich deutlich zweistellig, fällt das Plus laut VDMA Landtechnik in der Ukraine aus

Für das Gesamtjahr 2017 erwartet der Branchenverband ein Umsatzvolumen aus deutscher Produktion von 7,5 Mrd. €, was einem Zuwachs um 4 Prozent zum Vorjahr entspräche. (Sz)
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