Das Familienunternehmen Clarebout musste gestern erleben, wie das Stammwerk im Westflandern abgebrannt ist. Der Brand war am Morgen in der Produktion ausgebrochen, als Frittierfett Feuer gefangen hatte. Dann sollen die Flammen auch auf Verpackungsmaterial übergesprungen sein. Nach Medienangaben gab es etwa unter den 10 Verletzten einen Schwerverletzten. Die meisten litten unter Rauchvergiftungen.

Dunkle Rauchwolken über Nieuwkerke.
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Dunkle Rauchwolken über Nieuwkerke.
Das Stammwerk Nieuwkerke hat zuletzt zwei Produktionsstraßen umfasst. Ein weiteres Werk des Unternehmens in Warneton, das nur wenige Kilometer entfernt steht, verfügt bislang lediglich über eine Produktionsstraße. Eine Erweiterung war hier in Planung. Insgesamt wurde zuletzt die verarbeitungskapazität des Unternehmens auf 700.000 t Kartoffeln beziffert.

Clarebout ist nach Einschätzung von Romain Cools, des Generalsekretärs des belgischen Kartoffelverbands Belgapom, eines der größten europäischen Kartoffelverarbeitungsunternehmen. Aus den belgischen Werken gingen Kartoffelprodukte in 60 Länder weltweit. Das Wegfallen eines bedeutenden Marktteilnehmers im Zentrum der europäischen Produktion von Verarbeitungskartoffeln dürfte Konsequenzen haben. (brs)
 
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