Die Zusammenarbeit zwischen Agrar- und Umweltministerium in Brandenburg nimmt Form an. Umweltministerin Anita Tack will in Landnutzung und Tierseuchenbekämpfung eingreifen. Ihre Handlungsschwerpunkte stellte Tack am heutigen Mittwoch im Landtag in Potsdam vor. Viele davon berühren den Agrarbereich. So will die Politikerin der Linken eine Nachhaltigkeitsstrategie für das Land erarbeiten und einen Beirat für Nachhaltige Entwicklung und Ressourcenschutz berufen. Dieser soll das Thema auch in anderen Ressorts, wie etwa dem Agrarministerium, voranbringen. Als Anpassung an den regionalen Klimaschutz will Tack Maßnahmen in der Landnutzung vorschlagen. Auch die Artenvielfalt und die Sicherung von Natura 2000-Gebieten macht Tack zum Thema.

"Natur- und Umweltschutz sind keine Themen, die innerhalb der Landesregierung nur exklusiv dem Ministerium zuzuordnen sind", sagte Tack. Sie verstehe sich als Partnerin eines ressortübergreifenden Natur- und Umweltschutzes und setzt dabei auf eine enge Kooperation zwischen Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. In ihrer Zuständigkeit für Verbraucher will Tack Tierschutz und Tierseuchenbekämpfung bearbeiten. Der Wechsel der Landwirtschaft vom Umwelt- ins Infrastrukturministerium hatte in Brandenburg zu Irritationen geführt. Agrarministerin ist Jutta Lieske von der SPD.  (sta)
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