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Die derzeitigen Niederschläge, die die Ernte ständig unterbrechen und insgesamt wesentlich erschweren, verschärfen die Probleme für Brandenburgs Landwirte. Zusammen mit den Beeinträchtigungen durch die Dürre im Frühsommer schätzt das Brandenburger Landwirtschaftsministerium die Schäden inzwischen auf 300 bis 350 Mio. DM. Minister Wolfgang Birthler will die Landwirtschaft laut einer Pressemitteilung unterstützen; das Land könne die Hilfsmaßnahmen allerdings nicht alleine schultern. Deshalb hat sich Birthler zum Monatsbeginn mit einem Schreiben an die 21 Bundestagsabgeordneten aus Brandenburg gewandt. Er hofft auf eine Unterstützung des Bundes wie im Dürrejahr 1992; damals hatte der Bund Brandenburger Betrieben mit 68,2 Mio. DM geholfen.
Den aktuellen Berechnungen zufolge muss bei verschiedenen Getreidesorten - insbesondere beim Roggen - mit Ausfällen von rund 50 Prozent gerechnet werden. Die inzwischen meist abgeschlossene Gerstenernte fiel besser aus als befürchtet; die Erträge liegen laut Aussage aus dem Ministerium nur knapp unter dem fünfjährigen Mittel. Auch die Kartoffel- und Maisernte könnte noch vergleichsweise gut ausfallen. (GH)
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