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Brasiliens Landwirtschaft wird von einer Liberalisierung des globalen Agrarhandels profitieren. Die Agrarpolitik des Landes sollte jedoch gewährleisten, dass auch ärmere Bauern und nicht nur große Farmer zu den Gewinnern gehören, empfiehlt die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Sie hat heute ihre erste Studie zur Agrarpolitik des südamerikanischen Landes vorgestellt. Die OECD lobt zwar, dass Brasilien in den vergangenen Jahren bereits die Armut bekämpft hat, fordert aber weitere Anstrengungen, weil schätzungsweise immer noch 60 Prozent der Landbevölkerung unter der Armutsgrenze leben.

Die OECD hat erstmals auch die Agrarsubventionen in Brasilien ermittelt. Das Land unterstützt seine Bauern nach Beobachtung der OECD vor allem durch zinsvergünstigte Kredite. In der Summe liegen die Zahlungen bei etwa 3 Prozent des Wertes der Agrarproduktion und damit auf dem Niveau wie in Australien und Neuseeland. Der Vergleichswert für die EU liegt bei 34 Prozent. (db)

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