Quartalsbericht

Brasiliens Farmer enttäuschen BASF

Nach Abschluss des 3. Quartals 2017 äußert sich der BASF-Vorstandsvorsitzende Dr. Kurt Bock für den Gesamtkonzern zuversichtlich. Umsatz und Ergebnis konnten deutlich gesteigert werden. Das soll auch bis Jahresende so bleiben. Schwächer steht jedoch zurzeit das Agrargeschäft da. Im Segment Agricultural Solutions berichtet das Unternehmen von einem 3. Quartal, das 6 Prozent weniger Umsatz und ein um 78 Prozent verringertes operatives Ergebnis (Ebit) als im Vorjahreszeitraum brachte. Hauptgrund ist ein Absatzeinbruch in Brasilien. Zufrieden ist der Konzern dagegen mit dem Geschäft in Europa. Vor allem die Landwirte in Zentral- und Osteuropa hätten mehr Herbizide und Fungizide nachgefragt. In Nordamerika legte der BASF-Agrarumsatz leicht zu.

Für die neun Monate Januar bis September 2017 summiert sich der Umsatz im Agrargeschäft auf rund 4,4 Mrd. €. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beträgt der Anstieg 2 Prozent. Das Ebit ist jedoch mit 826 Mio. € um 18 Prozent geringer.

Für die künftige Entwicklung der Sparte Agricultural Solutions erwartet Bock kräftige Impulse durch die geplante Übernahme wesentlicher Teile des Bayer-Geschäftes mit Saatgut und nicht-selektiven Herbiziden. „BASF erweitert mit dem Zukauf ihr Pflanzenschutzgeschäft, stärkt das Herbizid-Portfolio und steigt in wichtigen Agrarmärkten in ein eigenes Saatgutgeschäft ein“, begründete der BASF-Vorstandsvorsitzende heute bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen die Übernahme. (db)
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