Die EU-Kommission hat die Übernahme von SABMiller durch Anheuser-Busch InBev grundsätzlich genehmigt, aber an Auflagen geknüpft. AB InBev hatte zuvor die fast vollständige Trennung vom Biergeschäft von SABMiller in Europa zugesagt. So soll das Geschäft von SABMiller in Frankreich, Italien, den Niederlanden und Großbritannien an den japanischen Konkurrenten Asahi verkauft werden, teilt die Brüsseler Behörde mit. Jetzt müssen noch die Kartellbehörden in den USA zustimmen.

Auch die Aktivitäten des in Tschechien, Ungarn, Polen, Rumänien und der Slowakei würden veräußert. Zu SABMiller gehörten bisher unter anderem die Biermarken Pilsner Urquell und Grolsch. Der neue Brauereiriese kommt weltweit auf einen Marktanteil von rund 30 Prozent. AB InBev, die in die Übernahme rund 100 Mrd. US-$ investierte, ist vor allem an den lukrativen SAB-Sparten in Afrika und in Lateinamerika interessiert. Dort steigt der Bierkonsum kräftig an. In Europa und den USA geht er dagegen zurück. (az)
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