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Seit Monaten läuft der Handel mit Braugerste verhalten. Nach dem Jahreswechsel gerieten die Notierungen nochmals leicht unter Druck. Eine weiter rückläufige Malzproduktion und die Stilllegung bestehender Überkapazitäten belasten den Braugerstenmarkt. Als Hauptursache für die niedrigen Erlöse wird das schleppende Malzgeschäft genannt. Gerstenkontrakte werden von den Verarbeitern schleppend abgerufen, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Zudem wird preiswerte Braugerste aus Dänemark, Frankreich und Tschechien offeriert. So notiert die dänische Sorte "Prestige" mit umgerechnet 119 €/t fob Kopenhagen. Fob Mosel werden für Qualitätsbraugerste um 128 bis 129 €/t genannt. In Süddeutschland erfolgen kleinere Abschlüsse auf der Basis von 133 bis 134 €/t franko.

In der Landwirtschaft wächst die Befürchtung, dass sich die aktuelle Tendenz auf die neue Ernte auswirkt. Jedenfalls finden die Forderungen der Erzeuger für Vertragsgerste der kommenden Ernte von 125 bis 130 €/t netto bei ihren Partnern in Handel und Verarbeitung wenig Beachtung. Eine Anbaueinschränkung gilt als sicher. (HH)

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