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In Deutschland könnten in diesem Jahr etwa 20 Prozent weniger Braugerste zur Verfügung stehen als vor einem Jahr. Diese Schätzung ist allerdings angesichts der Druschverzögerungen höchst unsicher, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe über die erste Ernteschätzung der Braugersten-Gemeinschaft in Eichenau. Sie beruht auf Angaben der regionalen Braugerstenvereine. Der Sommergerstenanbau in Deutschland liegt zur Ernte 2005 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bei rund 605.000 ha. Davon sind nach der Prognose der Braugersten-Gemeinschaft 474.000 ha mit Braugerstensorten bestellt. Das wären 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Durchschnittserträge auf diesen Flächen könnten 2005 bei rund 47 dt/ha liegen. Im Vorjahr waren es 55 dt/ha gewesen. Den braufähigen Anteil in diesem Jahr schätzt die Braugersten-Gemeinschaft auf 68 Prozent (Vorjahr 70 Prozent). Aus diesen Faktoren ergibt sich ein erheblicher Rückgang des Braugerstenaufkommens. Er verteilt sich auf alle Bundesländer mit Braugerstenanbau. (ED)
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