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In Niedersachsen ist voraussichtlich lediglich eine kleine Braugerstenernte herangewachsen. Zu dieser Einschätzung führte die Besichtigung zahlreicher Bestände auf der gestrigen Rundfahrt der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Niedersächsischen Braugerstenanbaus e.V., Hannover, im Raum Uelzen. Der Vorsitzende Hans-Jürgen Seele rechnete mit einem „fast unbefriedigenden“ Anbau auf lediglich rund 30.000 ha und wies auf die allgemein lockeren Bestände hin; zu diesen dürfte die Ausdünnung der zunächst mastigen Bestände durch die kühle Witterung mit sehr kalten Nächten im Mai und Anfang Juni geführt haben.

Geschäftsführer Gerhard Freimann schätzte durchschnittlich nur 450 Ähren tragende Halme je Quadratmeter. Damit dürften schwerlich die zunächst erwarteten 150.000 t Braugerste in Niedersachsen geerntet werden. Für gute Qualitäten seien nun dringend Sonnentage erforderlich. Händler nannten aktuelle Erzeugerpreise von 110,- EUR/dt, in den Vorverträgen mit Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft seien 120,- bis 125,- EUR/dt erzielt worden. (GH)

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