Braugerstenernte über Durchschnitt

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In Unterfranken wird auch in diesem Jahr wieder eine leicht überdurchschnittliche Sommergerstenernte erwartet. Der Anteil an Braugerste ist schwierig einzuschätzen. Die Sommergerstenfläche in Unterfranken bezifferte Dr. Herbert Siedler vom Amt für Landwirtschaft in Würzburg auf der heutigen 50. Unterfränkischen Braugerstenrundfahrt auf etwa 29 000 ha. Siedler erwartet, dass der langjährige Ertragsdurchschnitt für Unterfranken von 45 dt/ha in diesem Jahr mit 47 dt/ha leicht übertroffen wird. "Schwierig ist die Taxierung der Qualitäten, obwohl die Ernte nächste Woche beginnen könnte", sagte er. Bei etwa zehn Prozent der Erntemenge dürfte es auf Grund der Trockenschäden Probleme mit dem Eiweißgehalt und der Sortierung geben. Zu einem gewissen Teil sei Zwiewuchs festzustellen, "welcher jedoch über eine schärfere Reinigung in den Griff zu bekommen ist." Siedler erwartet insgesamt eine Erntemenge bei Sommergerste von 135 000 t. Den Anteil an Futtergerste schätzt er auf etwa 15 Prozent. Somit ergebe sich ein Aufkommen von 115 000 t Qualitätsbraugerste; etwas mehr als im mehrjährigen Durchschnitt. (HH)
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