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Deutschland ist einer der forschungsintensivsten Standorte auf dem Gebiet des ökologischen Landbaus. Dies ist das Fazit des Statusseminars "Ressortforschung für den ökologischen Landbau 2004" das Bundesforschungsanstalten und Leibnitz-Institute im Geschäftsbereich des Bundesverbraucherministeriums (BMVEL) Anfang März in Kleinmachnow veranstalteten. Mehr als 100 Interessierte seien der Einladung der Arbeitsgruppe Ökolandbau des Senats der Bundesforschungsanstalten gefolgt und erhielten in der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) Einblicke in die Spannbreite aktueller Forschungsthemen. Ausdrücklich betonten die wissenschaftlichen Vertreter, dass Forschung über den biologischen Landbau nicht nur an einem Institut bearbeitet werden könne. Zur Vernetzung der Forschungsleistungen tragen den Angaben zufolge die im letzten Jahr initiierten Statusseminare einen großen Teil bei. Es blieb die Erkenntnis, dass die Qualität des Saatgutes für einen erfolgreichen biologischen Landbau essentiell sei. Marga Jahn von der BBA betonte, gerade in diesem Bereich gebe es noch erheblichen Forschungsbedarf. Während des Seminars seien auch Probleme wie die schwankende Qualität von Getreideerzeugnissen zur Sprache gekommen, die besonders durch Mängel bei der Lagerung und Verarbeitung der Rohprodukte verursacht werden, teilt der Senat der Bundesforschungsanstalten mit. In einer europaweiten Studie zeigte Frank Offermann, Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), dass sich Ökolandbau für europäische Landwirte durchaus rechnen könne. Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg seien in hohem Maße Sachkenntnis und das Engagement der Betriebsleiter. (ED)
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