Breite Front gegen Zuckermarktreform in NRW

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In Nordrhein-Westfalen hat sich eine breite Front gegen die Reform der Zuckermarktordnung gebildet. In Bergheim-Oberaußem sprachen sich alle im Landtag vertretenen Parteien und übergeordnete Organisationen für eine moderatere Ausgestaltung der Reform und einen längeren Anpassungszeitraum aus. Auf einer gemeinsamen Diskussionsveranstaltung des Rheinischen Rübenverbands, der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes bezeichnete Jan Kirsch als Interessenvertreter der Rübenerzeuger die Kommissionsvorschläge als reine Willkür. "Wir müssen zwar etwas von unserem Markt abgeben, aber nur an die, die es notwendig haben, und nur so viel, dass wir noch produzieren können", so Kirsch. Die Entscheidung des WTO-Panels über die EU-Exporte von C-Zucker bedeute eine Produktionseinschränkung von mindestens 25 Prozent. Zusammen mit den Kommissionsvorschlägen und anderen eingeleiteten internationalen Maßnahmen stünde fast die Hälfte der europäischen Zuckerproduktion zur Disposition. Die Rübenerzeuger in Nordrhein-Westfalen mit sechs Zuckerfabriken seien besonders betroffen und die Einrichtung eines Restrukturierungsfonds sei für sie lebensnotwendig. (St)
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