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Das gegen die Kraut- und Knollenfäule wirksame Kartoffelfungizid Brestan flüssig ist nicht mehr zugelassen. Die Biologische Bundesanstalt (BBA), Braunschweig, hat in der vergangenen Woche die Zulassung widerrufen. Der darin enthaltene Wirkstoff Fentinhydroxid, eine zinnorganische Verbindung, steht im Verdacht, keimschädigende Wirkungen hervorzurufen, heißt es seitens des Bundeslandwirtschaftsministerium, Bonn. Damit sind Verkauf und Anwendung dieses Mittels ab sofort verboten.
Aventis CropScience, der Hersteller des Mittels, ist nach eigenen Angaben von dieser Entscheidung der BBA überrascht worden. In einer Pressemitteilung teilt Aventis mit, dass die negative Wirkung des Wirkstoffes auf im Wasser lebende Organismen seit vielen Jahren bekannt sei. Ein entsprechender Warnhinweis stehe auf dem Etikett; die Anwendung in der Nähe fließender Gewässer war untersagt. Der Verbraucher komme mit dem Wirkstoff nicht in Kontakt, da die Kartoffeln bei der Ernte rückstandsfrei seien.
Die Zulassung für Brestan flüssig war bereits im März 2000 vorübergehend ausgesetzt worden. Im Mai 2000 wurde die Zulassung dann wieder erteilt. (ED)
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