Ausnahmegenehmigung

Briten dürfen Raps beizen


-- , Foto: KWS

Auf 30.000 ha Rapsfläche darf in England im Herbst Rapssaatgut ausgebracht werden, das mit Neonicotinoiden gebeizt ist. Die Fläche entspricht etwa 5 Prozent des gesamten britischen Rapsanbaus. Die Notfallgenehmigung, die nach EU-Recht auf 120 Tage begrenzt ist, gilt gegen den Rapserdfloh. Zugelassen sind Modesto von Bayer Crop Science und Cruiser OSR von Syngenta.

Beim NFU sehen die Verantwortlichen die Genehmigung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Erfreut zeigen sie sich, dass es überhaupt ein positives Ergebnis gegeben hat. Einschränkend sagen sie, dass die Ausnahmegenehmigung für die begrenzte Fläche nicht ausreicht. Denn der Rapserdfloh sei ein Problem, das ganz Großbritannien betreffe. Deswegen gebe es für die Mehrheit der Landwirte nach wie vor keine Lösung.

Der NFU hofft jetzt, dass ein detailliertes Monitoring des Krankheitsgeschehens mit und ohne Beize Argumente zur Diskussion beisteuern kann, die Zulassung von Neonicotinoiden in Beizmitteln neu zu überdenken. (db)
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