Briten fordern mehr EU-Mittel


Die zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) soll die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte fördern. Das sei neben der Umwelt ein häufig vergessenes Ziel, betonte EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos. Seine Reformabsichten für die 2. Säule fanden auf dem EU-Agrarrat am Donnerstag in Brüssel sehr viel mehr Anklang als seine Pläne für die Direktzahlungen. Allerdings könnte es Streit um die Verteilung der Haushaltsmittel für die 2. Säule der GAP geben. Die Kommission möchte mit einem Vorschlag warten, bis die EU-Finanzen für die Jahre 2014 bis 2020 feststehen. Das Vereinigte Königreich und Italien verlangen mehr Geld für ihre Förderprogramme. Frankreich und Portugal forderten einen höheren Ausgleich aus einem Risikofonds, mit dem Landwirte zukünftig vor  Preiseinbrüchen geschützt werden sollen. Das Vereinigte Königreich und die Niederlande lobten die Pläne der Kommission, die Forschung und Innovation stärker ins Visier zu nehmen. Der niederländische Landwirtschaftsminister Henk Bleker möchte 10 Prozent der nationalen Mittel in die 2. Säule umverteilen, um damit die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern. (Mö)               
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