Die Erzeuger auf den britischen Inseln haben den langen Herbst genutzt und mehr Winterkulturen gesät. Vor allem Raps hat gewonnen. Wie das britische Getreideamt berichtet, war in England und Wales zum 1. Dezember eine um 5 Prozent größere Fläche als 2010 mit Weizen, Gerste, Hafer und Raps bestellt. Auch die guten Preiserwartungen dürften die Erzeuger angespornt haben, vermuten die Marktexperten. Allerdings geht die Ausdehnung natürlich zu Lasten der Sommerkulturen sowie von Winterleguminosen. Zugelegt haben vor allem Raps um 6 Prozent und Gerste um 9 Prozent. Diese Kulturen haben die Ausdehnung der Weizenfläche auf 3 Prozent begrenzt, kommentiert das HGCA. 

Der Anbau von Gerste ist attraktiv, weil Mälzereien gute Angebote vorgelegt haben. Zudem haben Tierhalter verstärktes Interesse an selbst erzeugten Futtermitteln und Einstreu. Auch das verteilen von Arbeitsspitzen in der Ernte ist ein Thema. (brs)
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