Die hochsommerlichen Temperaturen löst unter britischen Landwirten Sorge um die Getreideerträge aus. Denn in weiten Teilen Englands war auch es auch schon im Mai zu trocken. Das landwirtschaftliche Beratungsbϋro ADAS berichtet von unterdurchschnittlicher Bodenfeuchte in den meisten Gebieten Großbritanniens. Es spricht allerdings noch nicht von einer Dϋrre. Dennoch zeigt sich bereits, dass die Trockenheit bei der Gerste eindeutig das Ertragspotential verringert hat. Dagegen  lässt sich dies bei dem Weizen noch nicht genau festlegen. Der britische Weizen befindet sich derzeit in der Kornfϋllungsphase und mit Aussicht auf Regen in den nächsten Tagen in den nordwestlichen Gebieten könnten die Schäden der derzeitigen Trockenheit begrenzt bleiben. Im Sϋdosten des Landes sind jedoch Niederschläge nicht in Sicht.

Üblicherweise startet der Gerstendrusch auf der Insel Mitte Juli. Die Weizenernte startet in den sϋdlicheren Frühdrusch-Regionen Ende Juli. Die Hauptweizenernte findet im August statt. Bisherige Ernteschätzungen für das Vereinigte Königreich deuten auf eine zum Vorjahr unveränderte Getreideernte 2010 hin. Wegen Flächenverschiebungen soll jedoch die Weizenernte wesentlich größer, dafür die Gerstenernte deutlich kleiner ausfallen. (hi)
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