Weil sich die Wettbewerbsperspektiven verbessert haben, will das britische Unternehmen Ensus in Kürze wieder Ethanol herstellen. Das Werk in Teesside kann etwa 1 Mio. t Futterweizen verarbeiten.

Die Anlage des Ethanolherstellers hat 15 Monate stillgestanden, weil Importethanol die Vermarktung aussichtslos erscheinen ließ. Nun habe die EU das „Schlupfloch für subventionierten US-Ethanol geschlossen", teilt das Unternehmen mit.

Innerhalb der kommenden 2 Monate plant Geschäftsführer Peter Sopp die Verarbeitungskapazitäten voll auszulasten. Monatlich werden dann rund 100.000 t Weizen zu Ethanol und Proteinfuttermittel verarbeitet.

Ebenfalls in Kürze wird auch die Ethanolherstellung von Vivergo, die einen ähnlichen Umfang hat, ihre Kapazitäten auslasten. Marktkenner sehen den Start der beiden großen Anlagen in Großbritannnien vor dem Hintergrund der schwierigen Weizenernte mit gemischten Gefühlen. Einerseits wird die Verarbeitung das Angebot weiter verknappen. Andererseits weist britischer Weizen in diesem Jahr schwache Qualitäten auf. (brs)
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