Britischer MKS-Seuchenherd in Flugplatznähe

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Inzwischen gebe es zwölf bestätigte Fälle von Maul- und Klauenseuche (MKS) in Großbritannien, berichtete Landwirtschaftsminister Nick Brown am Montagabend in Brüssel dem EU-Agrarministerrat. Als Herd der Seuche sei ein Betrieb in der Nähe von Newcastle identifiziert worden. Es werde nun der These nachgegangen, ob das Virus über das Verfüttern von Speiseabfällen vom Flughafen Newcastle aus Asien eingeschleppt wurde. Das Verfüttern von Speiseabfällen aus Flughäfen ist EU-weit verboten. Aus Betrieben in der Grafschaft Devon sei vergangene Woche noch Schaffleisch auf den Kontinent exportiert worden. Die Kommission will sich heute im Ständigen Veterinärausschuss in Brüssel für eine Verlängerung des Exportverbotes für mindestens eine Woche aussprechen. Nachdem der Herd erkannt sei, müsse man in den kommenden Tagen die Frage beantworten, wie schnell und wohin sich die Maul- und Klauenseuche ausgebreitet habe. Von der Politik der Nichtimpfung will die Kommission nicht abrücken, da dies verheerende Folge für den Status der EU als Fleischexporteur der Welt habe. (Mö)
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