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Brotgetreide blieb bislang von Lebensmittelskandalen verschont. Nach den Erfahrungen aus den Ereignissen in der tierischen Produktion ist auch bei Getreide ein geschärftes Bewusstsein für hygienische Zusammenhänge im gesamten Getreidevermarktungssystem erforderlich. Beim Umgang mit Getreide sind Aufzeichnungen über einzelne betriebseigene Maßnahmen bislang nicht für alle Beteiligten der Handelskette vorgeschrieben. Empfohlen sind jedoch für Landwirtschaft, Agrarhandel und Verarbeitung seit dem vergangenen Jahr Hygiene-Grundsätze für den Umgang mit Getreide, erklärte Franz-Josef Arens am Donnerstag bei der Getreidetagung der Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung in Detmold. Die Grundsätze seien von Vertretern der Landwirtschaft, des Agrarhandels und der Mühlen vereinbart worden und umfassten Erzeugung, Transport, Lagerung und Verarbeitung von Getreide. Aber auch für Mühlennachprodukte wird in absehbarer Zeit die gute Herstellungspraxis formuliert werden. Eine entsprechende Leitlinie sei derzeit in Arbeit und werde sich in Zukunft auch in den Einkaufskontrakten der Futtermittelhersteller widerspiegeln. Wichtig sei dabei auch, sensibel mit Stäuben umzugehen. UB
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