Übernahmepläne

Brüssel braucht Zeit für Bayer-Monsanto

Statt wie zunächst anvisiert am 7. August strebt die EU-Kommission jetzt den 22. August an. Das bedeutet allerdings nicht, dass dann ein Spruch erfolgt. In den anderen Verfahren, die zurzeit in der Agrarchemie anstehen und in denen bereits Entscheidungen aus Brüssel vorliegen – Dow und DuPont sowie Syngenta und ChemChina – hatte die EU-Kommission die Fristen mehrfach verlängert.

Lange Prüfung
Seit September 2016 sind sich Bayer und Monsanto handelseinig. Das deutsche Unternehmen will den US-Konzern für 66 Mrd. US-$ übernehmen. In den Firmen selbst haben alle Gremien zugestimmt. Erforderlich ist darüber hinaus die Genehmigung der Kartellbehörden in 30 Ländern. Besonders wichtig sind die Entscheidungen in der EU und den USA. (db)
Der Bayer-Konzern plant, die Transaktion bis Ende 2017 abzuschließen. Dafür sind seitens der Kartellbehörden Auflagen zu erwarten. In Südafrika hat die für die Genehmigung von Zusammenschlüssen zuständige Behörde in Pretoria bereits Bedingungen formuliert. Da das Totalherbizid Liberty von Bayer in direkter Konkurrenz zu Roundup von Monsanto steht, verlangt die südafrikanische Wettbewerbsbehörde, dass sich Bayer von seinen globalen Liberty-Aktivitäten trennt, bevor der Konzern Monsanto übernehmen kann.

Die Märkte laufen für beide Unternehmen gerade unterschiedlich. Bayer leidet 2017 unter einem schwierigen Brasiliengeschäft. Dagegen hat Monsanto bislang solide Quartalszahlen vorgelegt. (db)
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