Brüssel bremst bei Genehmigung von Mon 810


Eine Abstimmung ist in diesem Jahr nicht mehr zu erwarten. Die Kommission fordert neue Bewertung.

Die EU-Kommission verlangt eine erneute Prüfung, obwohl die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA)
schon grünes Licht gegeben hat. Zur Entscheidung steht die Verlängerung der Genehmigung für den Anbau des gentechnisch veränderten (GV-) Mais Mon 810 an.

Die EFSA hatte 2009 in ihrem Gutachten Risiken für die Umwelt und für die Gesundheit ausgeschlossen. Jetzt soll die Behörde in Parma neue wissenschaftliche Studien mitberücksichtigen und verschiedene Teilgutachten
zusammenfassen. Bis Mitte Oktober wünscht sich die Kommission ein Ergebnis der erneuten Prüfung.

Genauso betroffen sind die GV-Maissorten Bt 11 und 1507, die auf eine erstmalige Zulassung für den Anbau warten. Für diese beiden Sorten hatte die EFSA schon 2005 positiven Bescheid gegeben.

Die EU-Kommission zögert mit neuen Zulassungen für den Anbau von GVO. Sie möchte zunächst die Zulassungsregeln reformieren und den EU-Mitgliedstaaten größeren Spielraum für Verbote geben.
Doch Deutschland und Frankreich verweigern dies. (Mö)   
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