Brüssel sieht Getreidevorräte zusammenschrumpfen

Die EU-Kommission schätzt die Exportaussichten für Getreide höher ein. Die Endbestände schmelzen ab.

Die Kommission taxiert die Ausfuhren in Drittstaaten in ihrer am heutigen Dienstag vorgelegten Getreidebilanz auf 23,6 Mio. t. Das entspricht einer Steigerung um 1 Mio. t im Vergleich zum Vormonatsbericht, die Vorjahresmarke würde aber um 1,0 Mio. t unterschritten.

Die Weizenexporte sieht Brüssel aktuell bei 15 Mio. t, die Gerstenausfuhren sollen 5 Mio. t erreichen. Etwas angehoben hat die Kommission auch ihre Erwartungen an den Weizendrusch im Wirtschaftsjahr 2012/13, und zwar um 0,4 Mio. auf 126,5 Mio. t gegenüber dem Vormonatsbericht. Insgesamt werden Landwirte in der Staatengemeinschaft 279,4 Mio. Getreide dreschen.

Die Bestände zum Ende des laufenden Wirtschaftsjahres am 30. Juni 2013 sieht Brüssel bei 31,9 Mio. t. Die Anfangsbestände zu Beginn des laufenden Wirtschaftsjahres waren nach Kommissionsschätzung 5 Mio. t höher.

Der Rückgang ergibt sich vor allem durch einen steigenden Verbrauch: Waren im Vorjahr noch 271 Mio. Getreide im EU-Binnenmarkt verbraucht werden, werden es 2012/13 voraussichtlich 274 Mio. t sein. (pio)
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