Brüssel spart bei der Intervention

Im EU-Haushalt 2013 kürzt die EU-Kommission die Mittel für die Intervention von Agrarerzeugnissen um 13 Prozent. Nur noch 2,8 Mrd. € sind für die Marktverwaltung vorgesehen. Die angepeilten Gelder für die Marktverwaltung entsprechen gerade einmal 5 Prozent des EU-Agrarhaushalts. Die größten Ausgabenposten für die Marktverwaltung sind rund 1 Mrd. € für Wein, 700 Mio. € für Obst und Gemüse sowie 500 Mio. € für die Bedürftigenhilfe. Für Milchprodukte sowie Schweine- und Rindfleisch sind Summen zwischen 30 und 100 Mio. € vorgesehen. Die Mittel für die Getreideintervention wurden auf symbolische 100.000 € für das kommende Jahr gekürzt.

Die Summe für die Direktzahlungen musste um 0,5 Mrd. € auf 41 Mrd. € erhöht werden, vor allem wegen der ansteigenden Zahlungen in neuen EU-Mitgliedstaaten. Für die Förderprogramme im ländlichen Raum sind 12,7 Mrd. € vorgesehen, 0,65 Mrd. € mehr als im Vorjahr. Insgesamt bleibt der EU-Agrarhaushalt 2013 mit seinen veranschlagten 56,5 Mrd. € rund 0,8 Mrd. € unter der Ausgabenobergrenze. (Mö)  
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