Brüssel will gegen Marktmanipulation vorgehen

Schärfere Sanktionen soll es bei dem Versuch der Verfälschung von Handelsindizes geben. Die EU-Kommission zieht Lehren aus dem Libor-Skandal, die auch für Agrarprodukte Folgen haben.

Auf zwei Wegen will die Kommission künftig gegen Finanzmanipulationen vorgehen. Zum einen sollen Handelsindizes in eine bestehende Verordnung gegen Insider-Geschäfte und Handelsmanipulationen aufgenommen werden. Zum anderen sollen strafrechtliche Sanktionen verschärft werden.

Die Anstiftung, die Beihilfe und der Versuch zur Manipulation von sogenannten „Benchmarks" sollen zukünftig stärker geahndet werden. Die Kommission nennt den Index für Kakao an der LIFFE in London, der neben weiteren Benchmarks für Öl und Metalle vom neuen Vorschlag betroffen ist.

Die Beratungen mit dem Europäischen Parlament und dem EU-Ministerrat sollen bis zum Jahresende abgeschlossen sein. (Mö)
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