Brüsseler Biosprit-Pläne werden konkret


Die Agrarbranche wartet gespannt auf die konkreten Vorschläge der EU-Kommission zur künftigen Biokraftstoffpolitik. Die Verbände sind alarmiert.

Am morgigen Mittwoch werden die EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard und ihr für Energie zuständiger Kollege Günther Oettinger in Brüssel gemeinsam Vorschläge für strengere Regeln zur Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen vorstellen.

Darin berücksichtigt sind erstmals auch indirekte Landnutzungsänderungen (Iluc), die der Bioenergie angelastet werden und sie zum Teil in ihrer Treibhausgasbilanz erheblich ungünstiger stellen. Das gilt insbesondere für Biodiesel aus Raps.

Außerdem wird in dem morgigen Vorschlag der EU-Kommission vermutlich eine Absenkung der Bemischungsziele enthalten sein. Danach soll die Nutzung von Biokraftstoffen der ersten Generation bis zum Jahr 2020 auf 5 Prozent der im Verkehrsbereich genutzten Energie beschränkt sein - bisher waren etwa 8 Prozent vorgesehen.

Der Ölsaatenverband Ufop hat bereits das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) in Leipzig beauftragt, die Vorschläge zu bewerten. Erste Ergebnisse der DBFZ-Studie sollen bei einem Seminar Ende Oktober in Berlin vorliegen. (db)
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