Brunner auf der Suche nach gentechnikfreiem Soja


Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner informiert sich in Brasilien vor Ort über den Anbau von gentechnikfreiem Soja. Vertreter aus Wirtschaft und Politik begleiten ihn auf der fünftägigen Delegationsreise. In Brasilien sollen die Möglichkeiten und Grenzen der Lieferungen gentechnikfreier Sojafuttermittel ausgelotet und entsprechende Kontakte geknüpft werden. Dabei geht es auch um die Frage, ob Lieferverträge speziell für gentechnikfreie Sojafutter möglich wären, ohne dass die Preise dafür exorbitant in die Höhe schießen.  Brunner wird dazu mit Wirtschaftsvertretern, aber auch mit wichtigen politischen Entscheidungsträgern zusammentreffen, darunter die Landwirtschaftsministerin des Bundesstaates Sao Paulo, Monika Bergamaschi und den Landwirtschaftsminister von Paraná, Norberto Ortigara. Es gehe ihm darum, die Wahlfreiheit für die bayerischen Bauern zu erhalten, sagte  Brunner vor seiner Abreise. Derzeit werden laut bayerischem Landwirtschaftsministerium rund 800.000 t Sojaprodukte für Verfütterung an Rinder, Schweine und Geflügel nach Bayern importiert. Wichtigste Lieferanten sind Brasilien, Argentinien und die USA. Der größte Teil des dort erzeugten Sojas ist gentechnisch verändert.  (HH)
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