Der bayerische Landwirtschaftminister fordert kürzere Zahlungsziele für den Handel vor allem von Milchprodukten. Ware ist vor Bezahlung längst verzehrt.

Die von der Bundesregierung geplanten Höchstgrenzen bei Zahlungsfristen im Geschäftsverkehr müssen nach Ansicht von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) für den Handel mit Lebensmitteln verringert werden. Vor allem bei Milchprodukten sei es leider gängige Praxis, die Molkereien erst dann zu bezahlen, wenn die Ware längst verkauft und verzehrt ist, sagte Brunner in München.

Das Gesetz zur Bekämpfung von Zahlungsverzug müsse diesem Sachverhalt mit einer Sonderregelung für den Lebensmittelhandel einen Riegel vorschieben, so forderte der Minister. Brunner bittet deshalb die CSU-Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt, sich bei den anstehenden Verhandlungen im Bundestag für eine entsprechende Verkürzung der Zahlungsziele von 60 auf 30 Tage stark zu machen. (hed)
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