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Für die ökologische Begleitforschung transgener Pflanzen erschien in der Zeitschrift "Nature" ein für die Gentechnik positiv zu wertender wissenschaftlicher Beitrag. Darauf macht der Informationsdienst biolinx.de aufmerksam. Zitiert werden Ergebnisse einer Ende August veröffentlichten Studie von Guy Poppy, wonach Larven der Schlupfwespe sich in Bt-resistenten Mottenlarven, die auf Bt-Raps leben, genauso gut entwickeln, wie in normalen Mottenlarven auf einer herkömmlichen Rapspflanze. Das Bt-Protein habe keine Wirkung auf die Larvenentwicklung der Schlupfwespe und sei deshalb herkömmlichen Insektiziden überlegen, die mit der unerwünschten Motte auch die Schlupfwespe töten. Darüber hinaus seien Bt-resistente Motten bevorzugte Wirte für die parasitären Schlupfwespen. Sie trügen so dazu bei, die Population Bt-resistenter Motten klein zu halten. Bei der Beobachtung ökologischer Effekte von transgenen Pfanzen sollten deshalb Zielinsekten, Fressfeinde und Parasiten neben er Giftigkeit des Transgens betrachtet werden. (vH)
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