Bullenpreise EU-weit erfreulich stabil

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Obwohl Russland kein Rindfleisch mehr in der EU kauft, halten sich die Bullenpreise auf einem erfreulich stabilen Niveau. Dies erklärte die EU-Kommission vergangenen Freitag im Verwaltungsausschuss Rindfleisch in Brüssel.
In Großbritannien sorge die Maul- und Klauenseuche (MKS) für Angebotslücken. Zudem können wegen MKS die Niederlande zurzeit keine Kälber nach Italien und Frankreich liefern. In Deutschland seien die Preise weiterhin die niedrigsten. In der 15. Woche notierten dort die Bullen der R3-Qualität mit 4,06 DM/kg. Das sind 63 Prozent des Interventionspreises. Anlass zur Sorge gäben aber die Preise für Kuhfleisch, berichtete die Kommission. Hier seien die Preise nach dem Importstopp von Russland wieder gefallen.
Vergangene Woche wurden 16.856 t Bullenfleisch in die Intervention der EU übernommen, davon 3.819 t aus Deutschland, 5.052 t aus Frankreich, 3.981 t aus Spanien, 2.674 t aus Italien und 1.011 t aus Österreich. Die Interventionsbestände an Bullenfleisch summieren sich damit in der EU 15 auf knapp 185.000 t. (Mö)
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