Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) prüft, wie es Landwirte unterstützen kann, welche Tierverluste auf Grund des Schmallenberg-Virus verzeichnen. Mittlerweile sind Betriebe in allen Flächenländern betroffen. „Das BMELV prüft Möglichkeiten, um die betroffenen Landwirte zu unterstützen“, bestätigt eine Sprecherin des BMELV agrarzeitung.de in dieser Woche. Grundsätzlich befürwortet das BMELV, dass die Tierseuchenkassen Beihilfen zahlen. Dies geht allerdings nur, wenn eine EU-weite Meldepflicht für das Virus besteht. Bisher zeigt sich die EU-Kommission jedoch davon nicht überzeugt. Deutschland will national im Bundesrat im März für eine Meldepflicht votieren. Außerdem überlegt das BMELV, welche Hilfsmaßnahmen in Deutschland möglich sind, sofern es nicht zu einer EU-weiten Meldepflicht kommt.

Mittlerweile steigt auch die Zahl der vom Virus betroffenen Rinderhalter an. Nach Informationen des Friedrich-Loeffler-Instituts ist das Virus bisher in 15 Rinder-, 470 Schaf- und 21 Ziegenhaltungen bestätigt. Die Fälle verteilen sich auf alle Bundesländer, außer den Stadtstaaten Bremen und Berlin. Schwerpunkt bleibt allerdings weiterhin Nordrhein-Westfalen. (sta)
stats