Verbraucher- und Wirtschaftsverbände fordern eine effektive Lebensmittelüberwachung. Im Krisenfall sollen nationale Kompetenzen stärker gebündelt werden.

Für eine stärkere Bundeskompetenz im Krisenfall sprechen sich der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL), der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVL), der Deutsche Bauernverband (DBV), der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in einer gemeinsamen Stellungnahme zur Zukunft der Lebensmittelüberwachung aus. 

Ziel müsse es sein, die Vernetzung, Koordination und Kommunikation von Bund und Ländern im Krisenfall dauerhaft zu verbessern. Zudem befürworten die Verbände die Etablierung eines nationalen Krisenstabes mit umfassenden Kompetenzen.  

Die Krisen des Jahres 2011 hätten aufgezeigt, dass insbesondere im nationalen Krisenmanagement und hinsichtlich der Krisenkommunikation Verbesserungen angezeigt seien, heißt es in der Stellungnahme. Angesichts der Erfahrungen mit dem Dioxingeschehen und der Ehec-Krise sei künftig eine Bündelung der Kommunikationsbefugnis beim nationalen Krisenstab erforderlich, um „mit einer Stimme" zu sprechen und das Vertrauen der Verbraucher zu stärken. Dies sei von entscheidender Bedeutung für eine rasche Bewältigung von Krisen und die Reduzierung von Schäden durch Falschmeldungen.

„Es ist in Zukunft zu vermeiden, dass Landwirte durch falsche Warnungen in ihrer Existenz geschädigt werden", erklärte der neue Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied anlässlich der Stellungnahme. (sch)

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