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Nach monatelangen Diskussionen zwischen Bund und Ländern hat der Bundesrat heute der neuen Legehennenverordnung von Agrarministerin Renate Künast zugestimmt. Demnach soll ab 2012 Schluss sein mit der Käfighaltung. Bis 2011 dürfen bestehende Käfige weiterhin betrieben werden, wenn jede Henne mindestens 750 qcm Platz hat. Käfige, bei denen jedes Tier nur 550 qcm Platz hat, besteht eine Übergangsfrist bis 2006. Käfige mit 450 qcm Nutzfläche je Tier sind nur noch bis 2002 zulässig.

Ab 2012 dürfen dann Legehennen nur noch in Einrichtungen mit einer Grundfläche von mindestens 2 m x 1,50 m und einer Höhe von mindestens 2 m gehalten werden. Für je neun Legehennen muss eine nutzbare Fläche von mindestens 1 qm vorhanden sein, das entspricht 1100 qcm Platz je Henne. Ferner stimmt der Bundesrat zu, dass die Verordnung nicht erst für Bestände ab 350 Legehennen gelten. Zudem sollen in neuen Haltungseinrichtungen nicht mehr als 6.000 Tiere ohne räumliche Trennung gehalten werden.

Sollten den Produzenten aus der Verkürzung der Übergangsfristen für ihre herkömmlichen Käfige Entschädigungsansprüche erwachsen, müssen diese nach Auffassung des Bundesrates vom Bund finanziert werden. (GH)
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